Aktuelles

Hauptverein

Juni 2022

111- Jähriges Vereinsjubiläum

Hier finden Sie Berichte über etliche Veranstaltungen:

Eröffnung 111 Jahre ASV Au – Lasst uns das Leben genießen“ von Peter Strim

Au(pes)-Nach zwei Jahren in Folge der Corona-Pandemie mit Verboten und Auflagen „nix dürfen“ kann der ASV Au endlich sein 111-jähriges Jubiläum gebührend feiern. Unter dem Leitspruch „Lasst uns im gemeinsamen Feiern das Leben genießen“, eröffnete erster Vorsitzender Josef Harraßer das lang ersehnte Festwochenende. Ein inniger Dank des ASV-Chefs galt den Mitgliedern aus den fünf vertretenen Sparten, insbesondere seiner Stellvertreterin und Festleiterin Lisa Singer, die enorm viel Zeit und ehrenamtliches Engagement in den Vorbereitungen und Aufbauarbeiten des Jubiläumsfestes investierten.

Für einen gelungenen Auftakt sorgten die zahlreichen Besucher, darunter die beiden Bürgermeister Anton Wallner und Josef Rauscher sowie viele ASV-ler im Festzelt am Kreuthweg. Vor allem galt das Interesse dem jungen Kabarettisten „ADDNFAHRER“.

Mit bürgerlichem Namen heißt er Thomas Willibald, ist 31 Jahre alt, verheiratet und stammt aus Gaisach. Seine Karriere als Comedian begann 2015 mit einem spontanen Video, das ihn mit einigen 100.000 Likes in den sozialen Medien schlagartig bekannt machte. 2018 war es „Luis aus Ultental“ in Südtirol der ihn bat bei einem Auftritt vorbeizuschauen und einen gemeinsamen Auftritt auszuprobieren. Der Funke „Kabarett“ sprang über in der Öffentlich als „ADDNFAHRER“, (übersetzt ins Deutsche „Lenker einer großen landwirtschaftlichen Egge) Säle und Hallen zu füllen und Liebhaber des Genres vergnügliche Stunden mit Angriff auf die Lachmuskeln zu gönnen.

So auch im Festzelt vom ASV Au, wo der „fesche Bursche mit Arbeitshut, Arbeitshose mit Hosenträger und Flascherl Gerstensaft in der Hand“ mit seinem etwa dreistündigen aktuellen Programm „s´Lem is koa Nudlsubbn“ seine Aufwartung machte und in erster Linie viele Freunde mit Verständnis zum Kabarett begeisterte.

Im klaren bayerischen Dialekt beschreibt er als „Lusdicker“ mit viel Selbstironie sein bisheriges Leben angefangen von den Kinderjahren mit den dazugehörenden Streichen, Jugendzeit mit ersten und darauffolgenden Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht, Erlebnisse bei der Musterung zur Bundeswehr, erste Fahrstunden sowie einem abenteuerlichen Flug von München über Dubai nach Thailand. Er spricht die Sprache des Volkes und für das Volk und sagt was er denkt, ohne ein Blatt vor dem Mund zu nehmen. In einigen Passagen beschreibt er sich als „Depp“ und „unglückliches Wesen“ der ohne Quali die Hauptschule beendet aber sich als ausgelernter und erfolgreicher Schmied sein Leben meisterte.

„S´Lem is koa Nudlsubbn“ beschreibt auch seine Schicksalsschläge, wie er am Schluss seines Auftritts dem Publikum anvertraute und für eine kurze Stille sorgte. Darunter fällt der Unfalltod seines Vaters sowie sein eigener schwerer Unfall, den er zu verkraften hatte. Entsprechend seiner Einstellung „Ois is ebbs fia wos guad, selbst a Unfoi“ gebe es keinen „ADDNFAHRER“ wie er positiv zu Leben stehend sagte. Seiner Ansicht nach wäre das Leben viel einfacher und wesentlich Friedvoller, wenn alle zusammenhalten und keiner dem anderen einen Schaden zufügen würde. Allerdings gab es auch kritische Stimmen zu diesem heiteren und vergnüglichen Abend. Einigen wenigen störte sein „krachertes Auftreten“ und werteten sein zwischenzeitliches Lachen als gekünztelt. Andere bezeichneten den Eintrittspreis von 32 Euro als unverhältnismäßig Hoch für einen allein agierenden Künstler.

Große Stimmung bei Weinfest und heißer Rocknacht“ von Peter Strim

Au(pes)-Die vielen Besucher wollten beim Jubiläumsfest 111 Jahre ASV Au feiern und taten es auch. Ob beim Bier- und Weinfest oder in der heißesten Rocknacht war Stimmung und gute Laune pur im großen Festzelt am Sportplatz am Kreuthweg in Au angesagt.

In der Tat holten die Besucher das nach, auf was sie in den letzten beiden Jahren leidvoll verzichten mussten. Entsprechend gut gefüllt war das Festzelt und die Tanzbühne zu klassischen Walzer und Boarische, Evergreens, Schlagern und Hits der 60er und 70er sowie modernen Takten der Spitzengruppe „DreiSam-Live“. Dazu servierten fleißige Bedienungen edle Rebsorten in Weiß, Rose und Rot aus einem eigens importierten Weinmobil sowie schmackhafte Spezialitäten aus der Küche von Wastl Antretter, der beim Fest die Küche übernommen hatte.

Etwas lauter mit entsprechend passender Stimmung gestaltete sich der angrenzende Samstagabend. Angesagt war heißer Rock den junge Auer Musiker der Gruppe „Skill-Drive“ als Vorband und Appetitanreger für die Hauptdarsteller des Abends präsentierten. Diese kamen eigens aus Weiden in der Oberpfalz angereist und nennen sich seit 25 Jahren „AC/DX“. Wie deren Bandleader und Gitarrist Thorsten Horn erläuterte, handelt es sich bei dieser Gruppe mit Akrobaten an der Sologitarre „Volki“, Thomas Schmidhuber am Bass, Dieter Zug am Schlagzeug sowie Massimo Leone als Sänger, an um eine „TRIBUTE-Band“ der legendären Rockgruppe „AC/DC“.

Als krönenden Abschluss der Festlichkeiten vom ASV Au steht am Montag, 27. Juni ein Kesselfleischessen mit der Auer Musi auf dem Programm. Einlass ist um 18.00 Uhr, die Schmankerl aus Antretters Küche werden ab 19.00 Uhr serviert.

Alte Technik für nachfolgende Generationen erhalten – von Peter Strim

Au(pes)-Das Bulldog- und Oldtimertreffen am vergangenen Sonntag dürfte als erfolgreichste Veranstaltung seiner Art, eingebunden in die Feierlichkeiten „111 Jahre ASV Au“ in die Vereinschronik der Oldtimerfreunde Au-Kematen-Dettendorf eingehen. Nach vorläufiger Einschätzung verzeichnete der Verein zum Pflege und Erhalt historischer Fahrzeuge und Gerätschaften aus dem vorigen Jahrhundert mit über 500 Anmeldungen eine neue Rekordteilnahme.

Entsprechend gut gelaunt waren, mit Blick auf die Kulisse mit den vielen Oldtimerfahrzeugen vor dem Festplatz sowie auf die gut gelaunten Gäste im Festzelt die führenden Vertreter vom ASV Au als Hauptveranstalter.

Ausschlaggebend für den sehr guten Zuspruch war nach Ansicht von erstem Vorsitzenden Anderl Michalke zum einen das Kaiserwetter, das viele Oldtimervereine aus den Regionen Rosenheim und Miesbach und auch anderen Landkreisen wie Traunstein oder Ebersberg für eine lohnenswerte Ausfahrt nach Au nutzten. Zum anderen wollten mancher Sammler seine vorbildlich gepflegen Rarität nach Pandemie bedingter Zwangspause in der Öffentlichkeit zeigen. Natürlich blieben fachsimpeln, gegenseitiges Austauschen und Ratschen nicht aus. Förderlich in Sachen geselliges Beisammensein waren die flotten Takte der Blaskapelle „ProMille“, die erstmals 2018 ein Oldtimertreffen auf heimischem Boden in der Gemeinde Bad Feilnbach für Stimmung sorgten.

Jedenfalls hatte eine bestens eingespielte Mannschaft innerhalb der Vorstandschaft des Ausrichters und Organisators alle Hände voll zu tun, Anmeldelisten auszufüllen, Ehrengaben auszuteilen und den fließenden Verkehr für Besitzer und Fahrer ihrer Oldtimer sowie Besuchern geordnet zu steuern. So konnten fein säuberlich geordnet, Bulldogs, PKW´s, US- und Militärfahrzeuge, Unimogs, Motorräder, Mopeds und einfache Schnauferl sowie Erntegeräte mit dem Prädikat „Oldtimer“ bestaunt und begutachtet werden. Anziehungsmagnete bildeten voll funktionsfährige Feuerwehrfahrzeuge darunter zwei mit Drehleitern ausgerüstet. Besondere Attraktion war das ehemalige und völlig restaurierte „TLF16 – Florian 21/1“ vom Typ Magrisus -Deutz, Mercur 150 D der FFW Au in dem Kinder eine kleine Rundfahrt durchs Auer Weidmoos auf nostalgische Weise erleben durften. Außerdem hatte der Veranstalter für die ganz jungen Besucher einen Spieleparcoure und ein Karussell organisiert. Für Abwechslung sorgten für Jedermann die Minitruckfreunde aus Berchtesgaden mit ihren ferngelengten Fahrzeugen im Kleinformat.

Unter dem Leitspruch „Alte Technik für nachfolgende Generationen erhalten.“, der beiden Ansager Martin Impler und Günter Tremmel, erwies sich die feinsinnig geplante Feldvorführung über die geschichtliche Entwicklung der Technisierung in der bäuerlichen Landwirtschaft im vorrigen Jahrhundert als absolutes Schmankerl. Ziel dieses Programmpunkts war es den jüngeren Generationen die Härte der einstigen bäuerlichen Feldarbeit nahezubringen sowie den betagteren Bauern, Knechten und Mägden manche schicksalsträchtige Erinnerungen wachzurufen. Den Auftakt machten stämmige Pferde der Gattung „Süddeutsches Kaltblut“, die kraftvoll und angespornt, trotz Hitze mit einem angespannten Mähwerk für eine platte Wiese sorgten, mit einem Trommelwender das Gras lockerten oder mit einem Schwadenrechen Heuschlangen formten. In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, wo Knechte und Mägde wegen besserer Verdienstmöglichkeiten und sozialen Absicherungen sich von landwirtschaftlichen Betrieben abwandten und in die Städte zogen oder Kriege für personelle Verluste sorgten, begann auch das Zeitalter der Motorisierung mittels Dampfmaschinen oder Dieselmotoren. Beispiele für Traktoren war ein Primus aus dem Jahre 1936 sowie ein Gefährt mit Sendlinger Motor, sowie Getriebe und Fahrwerk aus verschiedenen Teilen, die ein Auer Mechaniker in den Nachkriegsjahren fand zusammenschraubte. Dieser Traktor legte mit einer Bautz-Mähmaschine einen Wiesenteil flach. Das gemähte Gras wurde daraufhin von weiterentwickelten Bulldogs verschiedener Hersteller, wie Eicher, Deutz, McCormick und angebauten Erntehelfern bearbeitet. Verbracht wurden Heu und Gras unter anderem mit Rekordladern, einer Erfindung des Feilnbacher Bürgers Xaver Priller, der sein Patent damals an die Firma Eicher verkaufte. Gezeigt wurden auch Geräte und Traktoren, die bis zur 2000-Wende ihre Dienste in der Landwirtschaft verrichteten

Ankündigung des Festes

Der ASV Au feiert heuer im Juni sein 111-tes Bestehen. Nach unserem 100-Jährigen in 2010 haben wir bis 2018 mit sehr großem Einsatz unser Sportheim erweitert und modernisiert. Jetzt nach den Einschränkungen der Pandemie etwas verspätet möchten wir die Freude am Verein und die Geselligkeit wieder stärken. So organisieren wir gerade für 23. bis 27. Juni etliche Veranstaltungen im Festzelt am Kreuthweg 23 (beim Auer Sportgelände und Schwimmbad), über die wir Euch hier informieren wollen:

Am Do 23.06.2022 kommt der Komiker Addnfahrer, der von Passau bis Ulm und von Österreich bis Franken erfolgreich auftritt. Beginn ist um 20:00 Uhr – Einlass ab 18:00 Uhr. Karten sind im Vorverkauf erhältlich über den Link https://addnfahrer.ticket.io und örtlich in Au – wie oben beschrieben – bei der Raiffeisenbank Au, Miesbacher Str. 5 und beim Nah&Gut (Edeka) Stephan Riederer, Dorfplatz 1 .

Am Fr. 24.06.2022 steigt im Zelt das Weinfest. Um 19:00 Uhr ist Einlass. Es unterhält Euch die Band „Dreisam Live“, die schon auf dem Oktoberfest gespielt hat.

Am Sa 25.06.2022 spielt auf der Bühne AC/DX eine deutschlandweit bekannte Rockband – Beginn ist um 20:00 – Einlass 19:00. Als Vorband tritt Skilldrive mit Rock, Metal, Rock’n’Roll und Rockabilly auf. Karten sind im Vorverkauf nur in Au bei der Raiffeisenbank Au und beim Nah&Gut (Edeka) Stephan Riederer erhältlich.

Am So 26.06.2022 veranstalten wir zusammen mit den Oldtimerfreunden Au-Kematen-Dettendorf eine große Präsentation von Bulldogs, Autos, Mopeds, Motorräder, Militär-Fahrzeuge, US-Cars, Feuerwehren, Nutzfahrzeuge, Standmotoren und für die Kinder haben wir vor dem Zelt einen eigenen Spielplatz mit Hüpfburg, Karussell und Kartbahn aufgebaut. Beginn ist um 10:00 rund ums Festzelt. Dort spielt die Blaskapelle „Promill und unser Highlight am So ist um 14:00 eine Feldvorführung.

Am Mo 27.06.2022 wird es als Abschluss ein klassisches Kesselfleischessen geben. Zur Unterhaltung spielt die Auer Musi – Einlass ist um 18:00 Uhr – das Essen wird ab 19:00 serviert.

Hier gibt’s weitere Infos:

  • Bei allen Veranstaltungen während der Festtage werden Lose verkauft. Die Gewinner der üppigen Preise werden am Mo 27. Juni beim Kesselfleischessen ermittelt.
  • Für Donnerstag und Freitag könnt Ihr Tische ab 10 Personen reservieren (bei Josef Harraßer unter Telefon 01515 1907763 oder Email vorstand@asv-au.com ).
  • Verzehrmarken werden alle Tage im Festbüro vor Ort verkauft.

Wir freuen uns auf Euren Besuch und bitten Euch darum, macht’s a bisserl a Werbung für uns. Dafür sagen wir schon einmal ein „Dankeschön“.

8. Oktober 2021

101 Mitglieder für langjährige Vereinstreue gewürdigt

Text Foto: Seit mindestens 40 Jahren im Verein sind (von links) Georg Widhammer, Gisela Martin, Martin Kaffl, Ulrich Mayr, Angela Mühlbauer, Peter Antretter, Georg Heiß, Helmut Schüller, Manfred Maierhofer, Lorenz Bauer, Pauline Kaffl, Manfred Bacher, Hans Weigl, Josef Antretter und Josef Mayr. Sie wurden vom Vorsitzenden Josef Harraßer ausgezeichnet   Foto: Peter Strim

Au ( pes) – ASV Au feiert zahlreiche Jubiläen bei Jahresversammlung – ein Großteil der Geehrten war leider coronabedingt abwesend

Eine unverzichtbare Stütze sind beim ASV Au die aktiven und die langjährigen Mitglieder. 101 Weggefährten durfte Josef Harraßer als Wiedergewählter Vorsitzender in der Jahresversammlung beim Tagesordnungspunkt Ehrungen auszeichnen. In Summe waren es 3260 Jahre Vereinstreue, für die es Urkunden, Ehrennadeln und kleinere Anerkennungen gab.

Angesichts der aktuellen Situation oder aus privaten Gründen hatten sich viele der zu ehrenden Personen in den Sparten Fußball, Stockschützen, Turnen, Tischtennis und Tennis entschuldigt. Allein die Gruppe an Mitgliedern, die seit 25 Jahren den Sportverein aktiv oder im Ruhestand stützen und denen die Auszeichnungen nachgereicht wurden, zählte 70 Mitglieder.

Vor 40 Jahren schlossen sich Lorenz Bauer, Angela Mühlbauer, Gisela Martin, Elisabeth Brunner, Ulrich Mayr, Martin Kaffl, Emmeran Rauscher, Gerlinde Huber, Dieter Strauß, Michael Wurm, Renate Stiglmeier und Heidi Puschmann dem ASV Au an.

Ein halbes Jahrhundert Teil des Vereins sind Pauline Kaffl, Josef Mayr, Georg Heiß, Manfred Bacher, Hans Weigl, Josef Antretter, Peter Antretter, Georg Widhammer, Peter Bacher, Franz Fürbeck, Therese Hacklinger, Hilde Wallner, Richard Kotz, Robert Martin und Vitus Bacher.

Helmut Schüller und Manfred Maierhofer, die seit 60 Jahren dem Verein angehören, konnten kaum glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Entschuldigt Waren Josef Singer und Fritz Elbel. Stolze 70 Jahre Vereinsgeschichte erlebten Herbert Schmidt und Willy Schütze, die ebenfalls entschuldigt waren.

ASV Au-Mitglieder bestätigen neue Vorstandschaft

Au (pes) – Wie bei den meisten Vereinen in der Gemeinde Bad Feilnbach, in denen wertvolle und unverzichtbare Jugendarbeit im Vordergrund steht, schrieb Corona auch beim ASV Au und seinen angeschlossenen Sparten in den vergangenen beiden Jahren seine eigene Geschichte. Mit Ausnahme weniger staatlich beschlossener Erleichterungen nach Rückgang von Infektionszahlen im Sommer letzten Jahres hatte der traditionsreiche Sportverein mit ihrem ersten Vorsitzenden Josef Harraßer von März 2020 bis zuletzt im Juni 2021 mit Verboten, Einschränkungen und unverständlichen und komplizierten Auflagen von Abstandsregeln und Hygienevorschriften zu kämpfen. Dem Bericht des ersten Vorsitzenden zur Folge verlief das Jahr 2020 relativ ruhig und bis Juni war Stillstand des Vereinslebens mit Sperre des Sportbetriebs angesagt. Inzwischen herrscht zur Zufriedenheit von Spartenleitern, Trainern und Betreuern weitgehend wieder Normalbetrieb.

Großes Lob und Dankeschön zollte der erste Vorsitzende jenen Verantwortlichen der Sparten mit vorbildlicher Jugendarbeit, die mit Engagement und guten Ideen Kinder und Jugendliche auch während der schwierigen Monate bei der Stange hielten, keine Abgänge beklagen durften und sogar einige Neuzugänge verzeichneten. Nach Angaben von Alexander Krebiel, gab es in der Sparte Tennis aufgrund des Sportausübung im Freien relativ wenige Beschränkungen, jedoch einen erheblichen Zulauf an Kindern und Jugendlichen sowie in den Altersgruppen „Ü40“. Nach Meinung von Jakob Schneider, Sprecher der Sparte Tischtennis sterbe die Hoffnung zuletzt und erwartet nach den Verboten in der letzten Hallensaison einen gelungenen Start für die kommende Spielzeit.

Alles andere als ruhig verlief die ehrenamtliche Arbeit während der herausfordernden Zeit innerhalb der Vorstandschaft. Wie neben Sepp Harraßer, dessen Stellvertreter Martin Bacher und Kassier Martin Nagl in ihren Ausführungen betonte, mussten auch während der Pandemie Aktivitäten zum Unterhalt, Erhalt und Instandsetzung von Sportheim und Sportanlagen sowie Verwaltungsarbeiten erbracht werden.  

Nachdem im letzten Jahr der Situation geschuldet keine Versammlungen stattfinden durften, bezog sich wie bei den Vorstands- und Spartenberichten auch die Übersicht an Einnahmen und Ausgaben in den Kassenberichten der Vereinsjahre 2019 und 2020. In einer ausführlichen Gegenüberstellung der beiden Wirtschaftsjahre in Bezug auf öffentliche Veranstaltungen, die nicht stattfinden durften, meinte Martin Nagl in seiner heiteren Art: „Wenn nix los ist, gibt es weder Einnahmen noch Ausgaben“.

In den herausfordernden Zeiten erlebten die führenden Vertreter vom Hauptverein und auch innerhalb der Sparten einen großen Rückhalt mit entsprechend guter Zusammenarbeit, wie Gemeinderat Gerhard Mair als Leiter zu Beginn der turnusgemäßen Neuwahlen betonte. Großen Rückhalt zollten die anwesenden Mitglieder ihrem bisherigen und seit elf Jahren amtierenden 1. Vorsitzenden Sepp Harraßer durch einstimmige Wiederwahl. Stellvertreter in den kommenden Jahren ist Lisa Singer, als Nachfolgerin von Martin Bacher, der vorläufig für ein Jahr sich als erster Schriftführer engagiert. Vorgängerin Susi Bott verzichtete auf eine Wiederwahl. Erster Kassier ist künftig Wolfgang Puschmann, der von Rosemarie Rupp vertreten wird. Zweite Schriftführerin ist Barbara Mair. Lena Impler bekleidet künftig das Amt der ersten Jugendleiterin und wird unterstützt von ihrer Stellvertreterin Stefanie Pichler. Kommissarisch übernimmt Lisa Singer das Amt der Frauenvertreterin. Neugewählt als Kassenprüfer wurden Christian Bauer und Martin Nagl.

v.l. – Steffi Pichler, Lisa Singer, Wolfgnag Puschmann, Joes Harraßer, Barbara Mair, Rosmarie Rupp, Martin Bacher (es fehlt Lena Impler).

Wie Sepp „Jouss“ Harraßer nach erneutem Amtsantritt in seinen Dankesworten für das Vertrauen anmerkte, werde es immer schwieriger Nachfolger für ein Ehrenamt mit Verantwortung in der Vorstandschaft zu gewinnen. Ein Verein, der zusammen mit allen vertretenen Sparten gut dastehe, brauche angesichts der gewählten Altersstruktur weiterhin jungen und engagierten Nachwuchs, der zukunftsweisend den ASV Au weiterführen. Die Meinung „Andere tun es schon und die Alten haben sich bestens bewährt!“ sei keine Lösung. Notwendig sei ein Ruck innerhalb jenen Generationen, die von engagierten und ehrenamtlichen Jugendwarte und Übungsleiter an den Verein oder Sparte herangeführt und aufgebaut wurden und auch Aufgaben in den momentan kommissarisch besetzten Positionen und künftigen Ämtern in der Vorstandschaft übernehmen könnten. Potential sei genügend vorhanden, so Harraßer abschließend.

Lautsprecheranlage

Bei der Planung der Sportheim-Erweiterung mussten wir aus finanziellen Gründen die Lautsprecheranlage für Innen und Außen zurückstellen. Dafür suchten wir eine alternative Finanzierung: Auf eine unverbindliche Anfrage erhielten wir von der Sparkassenstiftung des Landkreises Rosenheim schon Februar eine vorläufige Zusage.
Ende Juni setzten wir uns in gebührendem Abstand! mit der Spartenleitung Fußball, Turnen und dem Behinderten-Sportverein Rosenheim (BRSV), der bei uns den Reha-Sport anbietet, sowie Richard Linnerer, um einen Antrag an die Stiftung zu formulieren.
Den Bescheid erhielten wir Anfang September mit einer Summe, die es uns ermöglicht, die Anlage so installieren, wie wir das geplant hatten. Die Fördersumme konnten wir Mitte Oktober entgegennehmen.
Die Lieferung der Geräte erfolgte Ende November. Derzeit wird die Anlage eingebaut. Die im Dezember mit der Sparkassenstiftung geplante offizielle Übergabe konnte natürlich noch nicht stattfinden. Wir werden darüber berichten. Bedanken möchten wir uns dabei besonders bei Johanna Gantner vom BRSV Rosenheim, die uns bei der Formulierung des Antrags entscheidende Tipps gab.

Defibrillator im Sportheim

Unseren Defi hatten wir vor Jahren als Spende von unserem Doktor Herrmann Selmayr erhalten. Im Frühjahr 2019 wurde das Gerät generalüberholt und erhielt einen festen Platz im Erweiterungsbau des
Sportheims. Das Schicksal wollte es, dass gerade unser Doktor nach dem Joggen vor dem SkiClubheim einen Herz- und Atemstillstand erlitt. Die beiden Mitläufer Lydia Kotz und Toni Mayr begannen sofort
der Wiederbelebung. Stefan Bott beobachtete die Aktion und holte vom Sportheim den Defi und platzierte die Sonden. Zusammen mit den inzwischen dazukommenden First-Respondern wurde
Herrmann wieder ins „wirkliche Leben“ zurückgeholt. Inzwischen sieht man unseren Doktor schon wieder beim Joggen!
Nach Informationen des Defi-Herstellers wird unser Gerät nicht mehr gewartet. Herrmann wird im Laufe des nächsten Jahres für ein Ersatzgerät sorgen.


Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung am 24.05.19 im Sportheim(sb)

Da waren wir schon ein wenig verwundert: nach einer sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung im letzten Jahr fanden sich heuer nur 27 ASV Mitglieder im Sportheim ein, um sich über das abgelaufene Vereinsjahr zu informieren. Beieiner stattlichen Mitgliederzahl von mehr als 1300 schon ein wenig traurig. Nach der Begrüßung der Anwesenden gab Joes Harraßer einen kurzen Überblick über das abgelaufene Jahr und fasste nochmal kurz die Ergebnisse der letzten Jahreshauptversammlung zusammen. Nachdem dort einer Beitragserhöhung noch in 2018 zugestimmt wurde, und der Vorstand die Erlaubnis, einen weiteren Kredit in Höhe von 100.000,–bei Bedarf aufzunehmen erhielt, konnte man zunächst mal aufatmen und die Bauarbeiten am Sportheim konnten weitergehen. Die bei der Versammlung vorgestellte Bausteinaktion lief an, und dank vieler privater und gewerblicher Spender sowie Spenden von allen Ortsvereinen, sahen wir bald Licht am Ende des Tunnels. Fast alle noch ausstehenden Arbeiten wurden in Eigenleistung fortgeführt, insgesamt wurden ca. 4500 Arbeitsstunden ehrenamtlich dort geleistet bei der Saalerweiterung und dem Kabinenbau. Dank dieser gewaltigen Kraftanstrengung von allen Seiten konnte der Termin zu Fertigstellung des LEADER Projekts zum 31.07.18gelingen. Im September feierten wir dann die offizielle Einweihung und einen Tag der offenen Tür. Ab September konnten der Saal und die Kabinen dann bereits von der Sparte Turnen, der AWO, der Stuhlgymnastik, der VHS und den Fußballern genutzt werden. Es fanden bereits einigeVeranstaltungen dort statt. Joes Harraßer bedankte sich nochmal ausdrücklich beiallen Spendern, Helfern, allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen beigetragen haben. Besonders erwähnt wurden dabei Peter Menhofer sen., Richard Linnerer und Stefan Bott, die die Vorstandschaft mit aller Kraft unterstützten und sich auch so einen Sonderapplaus verdient hatten. Im Folgendentrug Martin Nagl den Kassenbericht für die Sparten und den Hauptverein vor. Insgesamt ist die Lage natürlich noch nicht vollkommen entspannt, doch nachdem auch der Küchenumbau und die Kellerrenovierung beinahe abgeschlossen sind, sieht es derzeit so aus, als bräuchte man das o. g. Darlehen von 100.000,–nicht voll auszuschöpfen . Dennoch sind natürlich weitere Spenden jederzeit willkommen, und insgesamt heißt es natürlich schon, in den nächsten Jahren sparsam zu bleiben und durch Veranstaltungen zu versuchen,die finanzielle Lage zu verbessern.

Die Kassenprüfung übernahmen in diesem Jahr wieder Annibeth Stahl und J. Mayr jun., die beide leider nicht an der Versammlung teilnehmen konnten. Doch lag eine schriftliche Stellungnahme von J. Mayr vor, die vorgetragen wurde, und mit der er eine einwandfreie Kassenführung bestätigte und der Versammlung vorschlug, die Vorstandschaft zu entlasten. Dies erfolgte im Anschluss einstimmig. Dann übernahm Hans Ranner für den Förderverein das Wort. Auch der Förderverein hatte den ASV finanziell so gut wie möglich unterstützt. Er bedankte sich bei der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit und bat um Helfer beim kommenden Sommerfest und Flohmarkt. Im Folgendentrugen die Spartenleiter bzw. anwesende Vertreter jeweils kurze Berichte aus der Sparte vor. Hier wurde deutlich, dassin allen Sparten viele Helfer, Trainer, Aktive engagiert sind und das Vereinsleben blüht. Beim letzten Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge wurde moniert, das beim Turnen am Boden die Beleuchtung sehr blendet. R. Linnerer hat bereits mit der Fa. Kaffl Kontakt aufgenommen um zu klären, ob es möglich ist, einen Dimmer einzubauen, so könnte rasch Abhilfe geschaffen werden. Es wurde die Frage gestellt, ob die Bausteinaktion beendet ist. Natürlich sind Spenden immer noch sehr willkommen. Doch nachdem die Spendertafel der Bausteinaktion in Kürze im Sportheim montiert wird, ist eine Nennung dort für neue Spenden nicht mehr möglich. Schließlich trug Lisa Singer noch ihre Pläne für eine 111jähriges Jubiläumsfest des ASV Au im Jahr 2021 vor. Hierzu soll in Kürze ein Festausschuss gegründet werden, damit die ersten Weichen für eine solch große Veranstaltung gestellt werden können. Lisa Singer bat alle Interessierten, sich bei ihr zu melden. Im abschließenden Wort bedankte sich J. Harraßer nochmal bei allen, die in irgendeiner Weise im Verein Verantwortung übernommen haben, bei allen Helfern am Bau, bei allen Spendern, beiunseren Reinigungsdamen, einfach allen, die sich im Verein mit ihrer Arbeit und ihren Ideen einbringen. HERZLICHEN DANK!Die Versammlung endete um 22 Uhr. In eigener Sache: Nach 5 Jahren als Schriftführerin habe ich mich Anfang des Jahres entschlossen, mein Amt niederzulegen und habe dies meinen Vorstandskollegen auch mitgeteilt. Es waren Jahre mit vielen Höhen und Tiefen, und die sehr intensiven letzten 18 Monate haben mir viel abverlangt. Nun ist der Verein wieder in ruhigeren Gewässern, und so kann ich jetzt auch wieder etwas mehr auf mich selbst schauen. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht auch noch bei Veranstaltungen oder sonstigen Einsätzen mithelfe. Doch das Amt des Schriftführers habe ich bei der JHV niedergelegt. Meine Vorstandskollegen haben sich entschieden, noch keine Neuwahl in diesem Jahr durchzuführen, die Arbeiten des Schriftführers werden sie versuchen aufzuteilen und evtl. kommissarisch jemanden einsetzen. Ich bedanke mich auf diesem Weg bei meinen Vorstandskollegen und allen Ausschuss-Mitgliedern für die immer gute Zusammenarbeit. Ich schaue ja von daheim aus täglich auf unser neues Sportheim, und es erfüllt mich mit Zufriedenheit und auch ein wenig Stolz, was der ASV Au hier gestemmt hat. Machts weiter so!

Öffentliches und kostenloses Internet ums Sportheim herum

In Zusammenarbeit mit dem SkiClub Au und dem ASV Au stellt die Gemeinde Bad Feilnbach am Schwimmbad Au und auf dem Sportgelände der beiden Sportvereine ihr öffentliches Internet (Free-Bad-Feilnbach-WiFi) bereit.

Wir bedanken uns bei der Gemeinde. Mit dieser Win-Win-Lösung, die von der Firma Aobis aus Rottach-Egern und der Firma Martin Kaffl realisiert wurde, können wir für unsere Mitglieder und Zuschauer einen weiteren Service anbieten. Für den ASV Au wie auch für den Ski Club Au sind keine Kosten angefallen. Wir stellen dafür unsere Internet-Zugänge, die ohnehin schon bestanden, zur Verfügung.